Be! strong…and fight…

Montag, 15.08.2016

then live must and will go on.

Sei stark und kämpfe weiter, denn das Leben muss und wird weiter gehen.

Diese Worte sind, glaube ich, die richtigen… Dabei fehlen mir so viele Worte, um das Geschehene zu begreifen, zu erklären, zu verarbeiten, zu … deuten(?)… Und auch wenn es jetzt nicht mehr ‚hochaktuell ist, da leider so viel schlimmes in dieser Welt passiert, möchte ich zu Anfang etwa über das Attentat schreiben. Danach geht es wieder fröhlicher weiter.

Ja, ich bin in Nizza, ja, ich habe das Feuerwerk zum Nationalfeiertag Frankreichs gesehen und ja, ich war mit einer Gruppe an der Promenade wo eine Person wahr los mit einem Lastwagen Menschen überfahren hat. Und NEIN, ich habe zum GLÜCK diese Tat nicht direkt miterleben müssen, ich war zu dem Zeitpunkt etwa 1 km von dem Endpunkt der Teufelsfahrt entfernt.

Gesehen habe ich allerdings, wie Polizisten „übertrieben“ ernst und fast ruppig (zu Anfang, wo wir noch nicht wussten was los ist, war dies meine Wahrnehmung) versuchten Platz auf der Straße zu schaffen für die Polizeifahrzeuge. Kurz darauf sah ich nur unglaublich viele Menschen rennen, rennen und rennen, in Panik, schreiend, weinend, orientierungslos. Warum all diese Leute so rannten, konnten wir nicht sehen. Keiner um uns herum wusste, was los war und auch rennende Personen konnten nicht sagen, warum sie eigentlich rannten… „Alle sind angefangen zu rennen, also sind wir mitgerannt!“, „Keine Ahnung, aber irgendwas wird schon sein, wenn alle rennen.“, „Die Polizei hat gesagt wir sollen rennen und so schnell es geht nach Hause. Warum wissen wir nicht.“, nur solche nichts sagenden Äußerungen kamen auf Nachfrage.

Ich war also hin und hergerissen, auf der einen Seite war in meinem Kopf die Frage: ‚ warum rennen, wenn ich nicht mal weiß warum? ‘, auf der anderen Seite das Bedürfnis dem Herdenfluchttrieb zu folgen. Hinzu kam, wir konnten von unserem Standpunkt aus in die Altstadt schauen. Hier war eine absolute Massenpanik. Zuerst konnte ich beobachten, wie eine Menschenmenge die Treppen der Tramstation hinaufrannte, kurz danach rannte eine Menschenmenge die Treppen hinunter. Also war nicht mal klar, wenn rennen, wohin denn? Auf der Promenade bleiben? Undenkbar, denn eines war sicher, irgendetwas Schreckliches geschieht oder ist dort geschehen. In die Altstadt, wo tausende Menschen in Panik rannten? Angesichts der Enge in den Gassen und der Unsicherheit, was überhaupt los war, auch nicht die Beste Alternative. Aber weg mussten wir auch irgendwie… Zum Glück war Yves, der Ruhepol, bei uns. Er hat die Panik von unserer Gruppe ferngehalten und uns gelassen, aber bestimmt aus dem Chaos geführt. Da wir Stadtauswärts wohnen, mussten wir an der Vorfallstelle vorbei…nur wie? Lass uns den Bus versuchen, vielleicht fährt ja trotz allem einer. Der Platz Massena, den wir überqueren mussten, war vollkommen leer. Hinter der Fontäne lagen nur Scharfschützen und einzelne Polizisten konnte man hinter den Verkleidungen des Jazzfestivals ausmachen. Es war allerdings keine Absperrung zu sehen, also weitergehen oder umkehren? Eine andere Gruppe ist schreiend vor Angst umgedreht. Wir sind langsam weitergegangen, sobald es akut gefährlich wird, wird schon jemand was dagegen sagen. Und tatsächlich, ein Polizist hat einen Radfahrer, der den Platz diagonal überqueren wollte, zurück gerufen. Seitlich, dicht am Park entlang konnten wir aber ohne Probleme langlaufen. An der Bushaltestelle angekommen, waren dort auch andere Wartende, es war allerdings kein Bus zu sehen, nur Autos, die wie Irre versuchten möglichst schnell weg zu kommen. Nach einiger Zeit konnten wir die Tram fahren sehen, aber immer noch kein Bus in Sicht. Genervt und verunsichert von der Situation, entschieden wir dann zu laufen. Im Schlepptau weitere Personen, die in die gleiche Richtung mussten, aber nicht alleine laufen wollten. Es war möglich die parallel Straße zur Promenade zu nehmen. In den Zwischenstraßen waren immer wieder Blaulichter zu sehen…egal was passiert war, es war auf einer längeren Strecke geschehen… Bis dato haben wir zahlreiche Äußerungen zu den Geschehnissen gehört. Von einer Bombe über Personen, die um sich schießen, bis zu einem LKW der in eine Menschengruppe gefahren sei…Terror, Attentat...in verschiedensten Ausführungen… auf jeden Fall etwas unbegreiflich Schreckliches, aber nichts genaues.

Zu Hause angekommen, waren die Bilder bereits im TV und das Ausmaß der Tat und unser großes Glück wurde visuell. Meine erste Reaktion, möglichst vielen, mir nahestehenden Personen schreiben, dass es mit gut geht. Die Sicherheitsfunktion von Facebook fand ich dabei sehr hilfreich, auch wenn ich ansonsten von dieser total Überwachung nicht viel halte. (Entschuldigung an alle, denen ich erst auf Anfrage geschrieben oder die über dritte über mein Wohlergehen informiert wurden, das war keine Absicht.)

Die folgenden Tage vergingen dann wie im Flug, wobei ich nicht mal sagen kann, ob ich unter Schock stand oder das Ereignis nicht habe an mich rangelassen. Ich kam und komme auf jeden Fall gut klar. Danke aber an alle, die sich zum Teil sehr große Sorgen gemacht haben! Es gibt sehr viel Kraft, wenn Leute an einen Denken.

Das Wochenende drauf habe ich zwei Interviews für Sat1 gegeben, was einige von euch sicherlich gesehen haben. Das Video der Sendung Fahndung Deutschland ist leider nicht mehr verfügbar. Hier der Link für das Frühstücksfernsehen, solange dies noch online ist. Hier in Frankreich kann ich das übrigens leider nicht sehen, irgendwas mit technischen Problemen. Aber vielleicht habt ihr ja mehr Glück als ich.

 

http://www.sat1.de/tv/fruehstuecksfernsehen/video/1-nizza-nach-dem-blutigen-attentat-clip

 

Den Sonntag bin ich dann zu Fuß direkt an der Promenade entlang gegangen. Und da war er, der Kloß von Betroffenheit, Unglaube und Entsetzen. Ich kann euch nicht besser beschreiben, wie ich mich gefühlt habe… Überall lagen Blumen, Briefe und Stofftiere auf den noch zu sehenden Blutflecken, trauernde, fassungslose Menschen daneben. Die Fahrt des LKWs wurde plötzlich real und mir bewusst, wie ekelhaft das ganze geplant gewesen sein muss. Dort, wo er nicht auf der Promenade weiter kam, aufgrund der Höhe des LKWs, ist er auf die Straße ausgewichen und nach dem Hindernis wieder zurück, um möglichst viele Menschen zu treffen…und das auf fast 2 km...Unfassbar! Es war, als wenn die negativen Energien noch am Ort vorhanden wären…wie gesagt, ganz seltsames, ungreifbares Gefühl. Am Endpunkt dann eine ganze Traube von Menschen und ….Presse, jede Menge Presse…. Auch wenn ich selber mit der Presse zusammengearbeitet und Interviews gegeben habe, dieser Anblick war irgendwie unpassend und störend. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Presse und Berichterstattung vor Ort, aber diese Masse an Medien auf einem Haufen, neben den Betroffenen, war total unpassend und moralisch sowie emotional (oder welche Wörter da auch passend sind) nicht mit meinem Gehirn vereinbar.

Ich war erleichtert, als die Blumen an einen zentralen Ort gebracht und nicht mehr so präsent waren. Das Leben kann nun weitergehen. Ich will nicht vergessen, ich will leben!

Die Touristen und Einwohner von Nizza haben die Promenade wieder für sich eingenommen und genießen (größten Teils) ihr Leben. Auch wenn das Thema im TV von anderen Ereignissen aus aller Welt abgelöst wurde, in der Stadt ist es noch omnipräsent, aber nicht mehr so bedrückend. Man redet noch viel darüber, ist sich aber einig, dass das Leben weitergeht und es gerade jetzt umso mehr genossen werden muss.

Und da man aus jedem Ereignis etwas lernt, hier mein Résumé:

  1. Lebe das Leben, denn es ist zum Leben da! Egal wie hoch oder tief ich mich gerade befinde, ich lebe und das genieße ich in jedem gelebten Moment.
  2. Nicht in Panik geraten, wenn alles um einem in Panik ist. Das hindert einen am klaren Denken und somit am Lösungen finden. In der Ruhe liegt die Kraft des erfolgreichen Handelns.

Das sind wohl die beiden wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, neben den vielen Kleinen. Und dies sind die letzten Worte zu dem Anschlag.

 

Was ist vorher passiert…

 

Wie berichtet, habe ich für die UEFA bei der EM in Nizza gearbeitet. Eine ziemlich geile und ich glaube auch einmalige Erfahrung. Auch wenn die Aufgaben öfter mal sehr langweilig und langwierig waren, ich habe so viel mitnehmen können. Tätig war ich im Media Operation Bereich (genannt MOPS), also im direkten Kontakt mit den Journalisten. Den größten Teil meiner Einsatzzeit habe ich auf der Medientribüne verbracht. Der Tag vor dem Spiel ist reserviert für die Pressekonferenz und ein offizielles Training, 15 Minuten sind hierbei zugänglich für die Presse. Diese 15 Minuten sind Pflicht für die Teams, auch wenn sie nicht wirklich trainieren, diese Zeit müssen sie sich für die Journalisten und Fotografen präsentieren. Die Tribüne ist hierbei schon 2 Stunden vorher geöffnet und dementsprechend mussten wir bereits 2,5 Stunden vor dem Training dort vor Ort sein. Nach den 15 Minuten musste die Tribüne schnell geräumt und danach darauf geachtet werden, dass keiner die Tribüne betritt (auch wir hatten keinen Zutritt). Und das ganze Szenario zwei Mal am Tag. Und außer in den 15 Minuten war meistens nichts zu tun…..ihr könnt euch vorstellen, dass es manchmal sehr langweilig war….

Am Spieltag war dann etwas mehr Action. Die Tribüne wurde immer sehr früh geöffnet und wir mussten präsent sein, interessant wurde es allerdings erst 3 Stunden vor dem Spiel, ab da durften nur die zugelassenen Journalisten die Tribüne betreten. Da zu der Zeit dann auch die Tore des Stadions für das Publikum geöffnet wurden, konnte man zumindest die Zuschauer beobachten. ;-) 30 Minuten vor dem Spiel wurde es dann etwas stressiger, da mehr Personen ihren Platz wissen wollten, die aktuelle Aufstellung verteilt werden musste etc. Während der Spiele wurde fleißig gearbeitet und somit hatten wir meistens die Gelegenheit das Spiel zu verfolgen. Man hat einen sehr guten Blick von dort oben cool

Mein Arbeitsplatz, mit Outfit :-) Journalisten Arbeitsplatz Mein Arbeitsweg Ich war mit Rad unterwegs :-) Stadion Fan Zone in NizzaDeutschlandspiel mit anderen Volontären

Außerdem konnte ich einmal an der Rope-Procedur teilnehmen. Bedeutet: die Fotografen direkt vor dem Spiel in die Mitte des Spielfeldes führen, wo die Fotos der Mannschaften vor dem Spiel gemacht werden. Also direkt neben dem Rasen und ganz dicht an den Spielern J Das war beim letzten Spiel in Nizza, England gegen Island. Den ersten Elfer konnte ich direkt vom Spielfeldrand miterleben.

Weitere Aufgaben bestanden darin, die Einsatzorte zu checken (Stühle, Aufkleber, Sauberkeit, Funktionstüchtigkeit etc.). Außerdem mussten einige von den MOPS im SMC (das Zelt, in dem die Presseleute arbeiten konnten) zur Verfügung stehen um verschiedene Auskünfte zu geben und die Journalisten zu begrüßen und ganz wichtig, die Padloks (Schlösser) für die Spinte zu verteilen ( :-D ).

Für die ganze Mission wurden wir komplett mit Klamotten ausgestattet, konnten reichlich essen und trinken und zum Abschluss gab es einen Ball, ein Zertifikat und einen Koffer. Aber das Beste sind die Leute, mit denen ich zusammen arbeiten durfte! Ich habe mit so vielen tollen und netten Menschen Bekanntschaft schließen können und hoffe so sehr, dass ich mit vielen von euch in Kontakt bleiben werde! DANKE!

Abschlussfeier mit Maskottchen Super Victor cheeeeeeeees Das MOPS-Team

Außerdem habe ich im Juni noch für Aol. in Cannes bei dem Lions Festival gearbeitet. Als Empfangshostess stand ich mehrere Tage in der Eingangshalle vom Luxushotel Majestic um den Leuten den Weg zur Suite von Aol. zu zeigen. Nicht unbedingt der geilste Job, aber ich konnte viele Kontakte knüpfen, habe Geld verdient und ich glaube, ich habe Gwyneth Paltrow gesehen.

  Bei der Arbeit

Ansonsten ist die Familie, bei der ich gearbeitet habe, nach Lyon gezogen… Bei dem Umzug konnte ich nochmal Geld verdienen, nun sind sie aber weg…

Halb so schlimm, Ich bin jetzt AirBnB-Agent :-D in der Altstadt kümmere ich mich um eine Wohnung von Australiern. Eine sehr schöne Vier-Zimmer Wohnung mit Platz für bis zu 10 Personen. Also wenn ihr Lust habt, mit einer Gruppe mal Nizza zu erkunden, ich heiße euch gerne Willkommen! Gebt bei eurer Reservierung meinen Namen mit an, dann bekomme ich einen Bonus :-P (Bea reicht aus ;-) )

Hier der Link: https://www.airbnb.com.au/rooms/13880327

Was gibt es noch Neues? Achja, ab September bin ich wieder Studentin. Ich habe einen Platz für den Master Studiengang Tourismus ergattert. Mal schauen was das wird :-D

Und hier nun noch einige Bilder zum Abschluss. Schön, dass ihr bis zum Ende gelesen habt. Bis bald, eure Bea

iregdwann im April hatte ich mich nochmal bei der Kunsthochschule beworben... Fertig für ein Vorstellungsgespräch Der Mirabellen Baum in Antibes 8 kg Mirabellen 5 kg Abrikosen Kunst in Antibes beim Filmfest in Cannes ein roter Teppich beim Filmfest in Cannes Und einmal mit Plakat, Filmfest in Cannes Wechsel der Garde in Monaco, mit Mama und Papa :-) Parc de Cimiez mit Schwesterherz zum feiern Deutschland - Frankreich ; VOR dem Spiel Morgens um 6 am Strand ( Corinna, das war nur für dich :-* ) was man nicht alles hier machen kann... Sonnenuntergang Mein treuer Begleiter :-)

Be ! – in your mind

Donnerstag, 09.06.2016

Hallo liebe Leute,

Ich hoffe ihr habt mich nach so langer Zeit nicht vergessen ;-)

In der Zwischenzeit ist viel passiert, zu viel um alles ins kleinste Detail mitzuteilen…aber für ein Update ist genügend Zeit und Platz. Bei den Fotos müsst ihr euch allerdings noch gedulden…es gab eine kleine Unstimmigkeit zwischen meinem Handy und meinem PC. Aber nun erstmal zu meinen Neuigkeiten.

 

Beim letzten Mal habe ich euch von meinem bevorstehenden Bewerbungsgespräch bei Lidl erzählt. Wie auch andere Firmen, bei denen ich mich vorstellen durfte, wollten die mich nicht. Es war tatsächlich lange Zeit sehr frustrierend, ich habe keine Ahnung, wie viele Bewerbungen ich verschickt habe, wie viele Foren ich besucht und wie viele Spontanbesuche ich absolviert habe und zum Teil gar keine Rückmeldung kam. Seit Beginn des Frühlings geht es jedoch voran. Bei der EM arbeite ich gerade als Volontärin im Bereich Media Operation, dies ist zwar ehrenamtlich und dementsprechend unbezahlt, ABER…..wie geil ist das denn???!!!?? Ich bin ein Teil des großen Turniers, YES! Bis jetzt war es mehr oder weniger spannend, Vorbereitungen für das Turnier, über Sitzplatz makieren und viel Theorie und Übungen für die Spieltage bis hin zu jeder Menge Spaß mit anderen Volontären. Es gibt jeden Tag eine neue Bespaßung sowie Essen und Trinken frei. Zudem dürfen wir nach Abschluss der Mission unsere Klamotten von Adidas behalten. Also zumindest eine kleine Entlohnung. Ich bin auf die Match Tage gespannt. smile

Letzten Monat ging es bereits los auf dem Filmfestival in Cannes ( ja, das internationale mit dem Roten Teppich cool) Dort war ich als Hostess für einen Kino-Saal verantwortlich, was spannender klingt als es war…Ich musste die Reihen der Wartenden nach Priorität einteilen und beim Hineingehen in den Saal deren Badges scannen. Vor und nach dem Film habe ich den Saal gecheckt und mich mit dem Projektionisten kurzgeschlossen und vor Beginn des Einlasses war manchmal der Austausch mit dem Filmverantwortlichen notwendig. Ansonsten saß ich vor dem Saal und habe gewartet und eine gute Figur gemacht kiss. Mein Bereich gehörte zu dem Business Teil, dem entsprechend waren leider (für mich) nur unbekannte Persönlichkeiten im Kino. Die Atmosphäre in Cannes ist allerdings eine Besondere und in meinen Pausen bin ich auch über, das für die Öffentlichkeit unzugängliche, Festivalgelände flaniert. Aber auch hier ist mir kein Star aufgefallen. Am Roten Teppich bin ich mehrere Male vorbeigegangen, die Hocker und Leitern für die Fotografen sind sehr bemerkenswert, bei den Filmpremieren habe ich allerdings einen großen Bogen gemacht, es sind dann doch einfach zu viele Leute da…für einen fernen Blick auf eine Berühmtheit wollte ich mir das nicht antun. Aber ich war dabei, in Cannes, mit den Stars und Sternchen, YES! laughing

Um den Engpass zu überwinden, arbeite ich für eine Familie. Bedeutet: ich passse auf deren Jungen auf, hole ihn von der Schule ab, mache Essen und kümmere mich darum, dass er bettfertig ist, sobald die Eltern nach Hause kommen. Zudem mache ich ein Mal in der Woche dort sauber ( und alle die mich kennen wissen, das gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen…aber was tut man nicht alles um vernünftig zu leben…). Zusätzliches Geld habe ich durchs pfeifen verdient, nachdem der ganze Hickhack mit dem Vereins- und Länderwechsel abgeschlossen war, konnte ich auch pfeifen, die Saison ist nun aber leider vorbei.Es gibt allerdings tatsächlich mehr Geld als in Deutschland, 35€ pro Spiel plus Transferkosten für Spiele außerhalb von Nizza. Einziger Nachteil auch hier…man muss hinter allem hinterher laufen…Das Geld wird nicht direkt ausbezahlt, da sonst zu viel Schmu betrieben wird. Damit das aber vernünftig abgerechnet werden kann, werden sämtliche Dokumente benötigt und es wird einem nicht direkt mitgeteilt, was alles benötigt wird…. Zuerst hieß es, es wird nur die Bankverbindung und eine Kopie vom Fahrzeugschein benötigt und wenn es nicht mein Auto ist dann auch noch eine Verfügungserlaubnis des Eigentümers. Soweit so gut. Habe ich gemacht und es kam auch keine weitere Rückmeldung. Dann kam von einer anderen Stelle die Nachfrage der fehlenden Dokumente. Also habe ich auch dort die Kopie vom Fahrzeugschein und die Verfügungsbescheinigung hingeschickt. Für diese Stelle war die Kopie aber nicht von ausreichender Qualität und zusätzlich würde dort auch noch eine Kopie der Versicherungsschreibens benötigt und eine Wohnungsbescheinigung gleich mit. Also nochmal meine Autoperson kontaktiert, die sagte mir allerdings, dass ihr Auto nicht mehr versichert sei….also musste ich hier eine andere Person finden. Für die Wohnungsbescheinigung war eigentlich ein Nachweis über mindestens drei Monate gefordert…da ich aber noch nicht so lange dort gewohnt habe und zudem nichts auf meinen Namen läuft, hat mir hier meine Mitbewohnerin eine Bestätigung geschrieben und eine Mietabrechnung mitgegeben. Durch dieses ganze Hin und Her habe ich dann aber vergessen meine Bankverbindung erneut zu senden ( da gibt es hier extra eine Bankbestätigung, die geschickt werden muss, einfach die Daten reichen da nicht aus…) Das Fehlen dieses Details wurde mir dann nach dem Zahlungslauf mitgeteilt, sodass ich noch länger auf mein Geld warten musste…..Naja, nun ist alles in Butter und mir wurde versehentlich dreimal zu viel Fahrtkosten überwiesen…auch nicht schlecht ;-)

 

Noch eine Story zur Bürokratie in Frankreich: Ich habe hier die Mitgliedschaft der Krankenkasse angefragt, Ende September. Ende November habe ich eine Adressänderung mitgeteilt und nachgefragt ob noch Dokumente fehlen bzw wie der Status meiner Anfrage ist…Die Aussage, ist in Bearbeitung und die Änderung wurde notiert waren die einzigen Informationen. Ende April habe ich einen Brief bekommen, dass noch eine Gehaltsbestätigung und eine Bestätigung vom Arbeitsamt fehlen um den Prozess fortzusetzen. Damit der „Prozess“ vielleicht etwas schneller voran geht, wollte ich dort anrufen oder eine Email schreiben. Auf dem Schreiben ist aber nur die Adresse vermerkt, der Name der Sachbearbeiterin und eine allgemeine Hotline. Auf Anraten, sich am besten persönlich dort zu melden, habe ich die Busverbindung rausgesucht und bin voller Tatendrang auf zu dem Sitz….am gefühlten Ende der Welt…ich habe fast eine Stunde im Bus verbracht… Um am Eingangstor vom Pförtner abgefangen zu werden, der mir mitteilt, dass es ohne Termin keinen Zutritt gebe und ich mich doch bitte an die öffentliche Stelle im Zentrum der Stadt wenden solle….Termine können nur dort vergeben werden… Also musste ich dort auf den Bus warten, wieder zurück fahren und feststellen, dass diese öffentliche Stelle um 16 Uhr schließt…ich war um 16:15 Uhr dort….Behörden…man sollte sich lieber nicht mehr darüber ärgern… Am nächsten Tag, zur Öffnungszeit, war gleich morgens eine riesen Schlange dort…es ist ja besser sich persönlich zu melden…und wenn alle das machen, dann ist ziemlich viel los….Die Dame am Empfang hat dann auch freundlich meine Dokumente entgegengenommen und mir dann auf Nachfrage erklärt, dass ich für eine „richtige“ Mitgliedschaft ein weiteres Dokument ausfüllen müsse, da ich zur Zeit nur als „Ausländerin“ geführt werde und somit nicht die gleichen Rechte habe. Für eine Mitgliedschaft müsse man gearbeitet haben und daher könne ich das ja nun ausfüllen, danach bekäme ich dann eine provisorische Nummer und dann 2-3 Monate später meine Karte. Dieses Dokument hätte man mir ja auch wohl schon Ende September geben können, oder? Zudem ist eine Bestätigung vom Arbeitsamt auch ausreichend….Also ich bin immer noch nicht durch mit dem Thema….Aber man gewöhnt sich ja an vieles, auch an die französische Bürokratie (fast zumindest).

Ansonsten genieße ich das Wetter und die tolle Stadt Nizza cool. Es ist ein wunderbares Gefühl, wie ich die Stadt immer besser kennenlerne und sie zu meinem neuem zu Hause wird. Mittlerweile haben wir auch eine eigene Wohnung, 3-Zimmer und das nur 2 Minuten vom Strand entfernt. Einziger Haken, diese haben wir nur bis Ende August und dann…mal schauen, ich habe mir da noch keine Gedanken drüber gemacht, wird schon irgendwie laufen.

In bester Hoffnung und Laune und ganz bei sich selbst,

 

Eure Bea wink

Be! sport

Freitag, 30.10.2015

Hallo zusammen!

Auch von mir gibt es mal wieder etwas zu hören smile

Zuerst eine kleine Anekdote, anschließend mein Status Quo und zum Abschluss noch einige Bilder, das klingt doch nach einem Plan.

In einem anderem Land anzufangen Sport zu machen ist ja gar nicht mal so einfach ( die Sportart spielt da natürlich auch noch eine Rolle...aber nun gut) Ihr wisst bereits, dass ich mir einen Verein gesucht habe und auch schon mit trainiert habe. Um spielen zu können muss man hier jedes Jahr eine neue Lizenz beantragen, mit einem medizinischem Gutachten indem Handball im Spielbetrieb vermekt ist, das Geld wird bar oder mit Scheck bezahlt und ein Foto muss auch noch dazu. Das habe ich auch alles verstanden und recht zügig erledigt. Nun kommt aber das Problem hinzu, dass ich aus dem Ausland komme... da kann man nicht einfach eine Lizenz beantragen, da muss zuerst ein internationales Transferzertifikat beantragt werden und die Hälfte der Kosten muss ich tragen (136€). Nach einigen Diskussionen und Versuchen, ob der Verein nicht doch alles zahlen kann, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich das in Raten zahlen kann. Bis der Antrag gestellt war, hat es gedauert, bis dieser von der deutschen Seite bestätigt wurde, hat es gedauert und dann bezahlt der Direktor nicht sofort nachdem ich meine Anzahlung geleistet habe und ich kann das zweite Spiel auch nicht mit dabei sein... um etwas Geld zu verdienen würde ich auch gerne pfeifen...und ihr könnt es euch denken, ohne Spielberechtigung kann ich auch nicht pfeifen.... Und dann kam noch hinzu, dass wir zwei Spielerinnen aus dem Ausland waren und es eine Regel gibt, dass pro Spiel nur eine Spielerin aus dem Ausland kommen darf yell Da ich aber vor der anderen gezahlt habe, hat diese entschieden zu einem anderen Verein zu gehen. Das positive an der Sache....alle anderen, die involviert sind, regen sich viel mehr auf als ich laughing Also mal schauen, wann ich spielen kann.

 

So und nun zu meiner Situation....Ich suche immernoch....ABER ich hatte schon diverse Vorstellungsgespräche. Eines bei einer Firma names NSC, ich wusste nicht genau was die machen (habe im Internet nichts gefunden), also hin zum Gespräch. Das war auch ganz nett, allerdings ging es darum Beauty Produkte zu verkaufen im Stiel von Tupper-Partys...das wollte ich dann nicht. Aber die Diskussion war eine sehr gute Lehrstunden. Ausserdem wurde ich von Lidl eingeladen für einen Posten als Stellverstretende Marktleitung. Schonmal nicht schlecht, das Gespräch an sich war auch gut, aber es gab eine Absage ohne Begründung, ohne Namen und ohne Telefonnummer zum fragen...nun gut. Bei der Universität kann ich nicht anfangen, da kein ausreichendes Budget vorhanden ist und als Praktikanten ist es nicht möglich, da ich nicht an einer Universität eingeschrieben bin. Also weiter suchen, mit jeder Bewerbung werde ich sicherer und dem entsprechend steigen auch meine Chancen. 

Um trotzdem etwas zu machen, bin ich angefangen etwas eigenen zu konstruieren. Genannt habe ich es "Be! olni Ja", meine Facebook Seite habe ich schonmal tongue-out (Ja gut, das ist auch einfach umzusetzen.... aber schaut hier: https://www.facebook.com/Be.olniJa/?ref=hl ) Mein Logo:  Mein Logo: Be! olni Ja

Mein Vorhaben in Kürze: meine Bilder zeigen, kleine Events organisieren und mal schauen, was mir noch einfällt wink Zumindest eine Reihe die sich "Be!" nennt. Lasst euch überraschen! 

 

Zum Abschluss nun ein paar Foto's:

mein bevorzugter Snack ;-) Ich glaube es ging unentschieden aus Tag des öffentlichen Eigentums im Palais des Prince Tag des öffentlichen Eigentums im Palais des Prince im Hauptsaal Abendessen am Strand Fest der Naturwissenschaften Mein Cap d'Antibes auch kochen muss mal sein L'exposition art3f in Nizza Fleures de Sandrine Mein Arbeitsplatz in Nizza perspective du vieil Antibes

 

Und nun sonnige Grüße und allen ein schönes Wochenende! cool

 

Eure Bea 

La vie est belle....

Dienstag, 15.09.2015

.... mit Höhen und Tiefen in ein neues Abenteuer.

 

Hallo miteinander! 

Wie ihr euch wahrscheinlich alle denken konntet, bin ich auch dieses Mal gut angekommen. Die erste Woche verging wie im Flug und ich bin immer noch froh, dass ich einen Teil mit meiner Mama teilen konnte, die mich mutig im Flugzeug begleitet hat ;-) Nach einigen schönen Tagen bin ich dann nach der Abreise angefangen mich um mein neues Leben hier ( insbesondere dem beruflichen Leben) zu kümmern.

Folgend ein paar Anekdoten aus meinen ersten Tagen:

Ich weiß nicht, ob es an meinem Blut liegt, oder ob die Mücken hier mutiert sind... Ich habe noch NIE, ich wiederhole: NIEE so viele Mückenstiche gehabt in meinem Leben! (Nein, auch nicht auf meiner ersten Reise nach NIzza) bei 35 habe ich aufgehört zu zählen, einfach unglaublich und dann werden die auch noch so dick und jucken fürchterlich und irgendwie werde nur ich gestochen...  wähhhhh..... Aber ansonsten lässt es sich klimatisch gesehen sehr gut aushalten 

Und nun eine Sache, die ich absolut nicht verstehe...ich wohne vorrübergehend bei meinem Freund in einer WG. Wir sind 3 Personen, es gibt eine Geschirrspühlmaschine...aber KEINER benutzt sie  versteh einer die Franzosen... Ich bin angefangen sie zu nutzen, aber wenn nur ich das mache, bleiben die Teller tatsächlich lange dort...Also spühle ich ab und an mal ab und lasse es ansonsten die anderen machen, wenn die da Spaß dran haben...

Eine andere Sache, die ich auch nicht verstehe.... Ich bin angefangen auch hier in NIzza Handball zu spielen ( oh ja, ich hatte nach dem ersten Training höllischen Muskelkater!!!!!!), aber viel schlimmer ist, die Damen duschen nach dem Training nicht... bäh.... Das erste Training war auf draußen, da kann ich das ja noch verstehen...aber das letzte war in der Halle und es hat keiner geduscht...Wer je einmal mit mir Sport gemacht hat, weiß wie "trocken" ich bleibe . Naja..ich konnte eine überzeugen beim nächsten Mal auch zu duschen.

Zum Abschluß noch einige Infos zu meiner beruflichen Lage: Mein Lebenslauf ist übersetzt und heißt nun auch umgangssprachlich CV, ich habe schon einigen Bewerbungen verschickt, warte da nur noch auf positive Antwort und dann war heute noch ein Forum, in dem man sich Unternehmen vorstellen konnte. Hier habe ich auch noch ein paar CV's gelassen. Das war aber schon anstrengend, gleich einen Marathon an Vorstellungsgesprächen abzulegen . Ich bin gespannt. Sobald es diesbezüglich Neuigkeiten gibt, bekommt ihr wieder Bescheid. Bis dahin sammel ich weitere Anekdoten um sie mit euch zu teilen.

Liebe und sonnige Grüße,

eure Bea

 

"Ein Abschied schmerzt immer,...

Sonntag, 30.08.2015

...auch wenn man sich schon lange darauf freut!"  (Arthur Schnitzler (1862-1931), östr. Schriftsteller)

und so ist es auch dieses Mal. Ich freue mich unheimlich, dass der Tag immer näher rückt, an dem es nun entlich losgeht und ich wieder im ungewissen tauche. Aber gleichzeitig tut es auch wieder weh alle Freunde, die Familie und liebgewonnene Gewohnheiten zurückzulassen. Aber ich bin ja nicht weg, nur halt woanders. Am Mittwoch den 02.09. geht es im Übrigen los. One-Way Ticket mit Handgepack....ich ahne langsam, dass das Handgepack für meine restlichen Klamotten nicht ausreichen wird... :-D Mal schauen welcher Paketdienst am günstigsten ist bzw. welche Dinge auch später kommen können.

Letztens habe ich meine ganzen alten Blog-Einträge noch einmal gelesen, sehr witzig und nur zu empfehlen, falls ihr auch in alten Erinnerungen schwelgen wollt. Dabei musste ich aber feststellen, dass es sich dieses Mal anders anfüllt. Längst nicht so aufregend und nervös. Schließlich kenne ich die Stadt und auch schon eine menge Leute dort. Und auch fühlt es sich nicht so wie wirklich Abschied an. Da es keinen Endpunkt gibt, gibt es auch keinen Grund nicht öfter einmal zu Besuch zu kommen, dass wollte ich beim letzten Mal nicht. Dennoch ist es verwirrend und seltsam und wahrscheinlich wohl auch erst wieder mit der Zeit zu realisieren...

 

Seit ich meine Bachelorarbeit nun entlich abgeggeben habe( einen riesen Dank an alle, die mich seelisch, moralisch, grammatisch und sonst wie unterstützt haben! Ohne euch wäre ich untergegangen), konnte ich mich auf so viele Dinge konzentrieren, dass irgendwie vieles erledigt ist oder scheint. Mla schauen, was mich spontan in den nächsten Tagen noch anspringt :-D

Und nun erstmal genug geschrieben. Die Infos sind verpackt, wenn auch nicht schön, und ihr wisst Bescheid. Auf eine tolle Zeit!

 

eure Bea

Länder Wechsel...

Montag, 25.05.2015

...heute mal ein Bericht aus Deutschland

Nachdem ich hier in Deutschland bereits nicht mehr zu Geburtstagen eingeladen werde, weil ich ja Ausländerin bin und daher sowie nicht da sei (das Missverständnis hat sich aufgeklärt und wir haben schön Geburtstag zusammen gefeiert ), kann ich ja auch einen Blogeintrag aus Good-Old Germany schreiben. Das Video vom letzten Blog habe ich übrigens nochmal angepasst, das nächste mal gerne einen Hinweis im Kommentarfeld hinterlassen, wenn etwas nicht funktioniert ;-) Ihr wart nicht allein, ich habe es falsch veröffentlicht :-P Danke Mama für den Hinweis!

nun zu meinem eigentlichem Anliegen..

 

Das Spiel mit der Unsicherheit...

... vielleicht ist es aber auch nur das Leben.

Ich bin ja nun vorrübergehend in Deutschland um "mal eben" meine Bachelorarbeit zu schreiben. Ok...das mit dem "mal eben" habe ich nun gelernt..."Mal eben" ist nämlich nicht! Nachdem ich mehrere Kriesenartige Anfälle hatte und mitlerweile zum dritten Mal neu angefangen bin, habe ich nun eine Fragestellung, eine Struktur und einen Plan...zumindest für die Bachelorarbeit... und trotzdem geht es einfach sooooo unglaublich schleppend vorran. Bis zu einem gewissen Grad gehört dieses sicher zum Prozess dazu, aber irgendwann ist doch auch mal gut!

Das Problem musste also analysiert werden. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass der Knackpunkt der Plan ist....also nicht der für die Bachelorarbeit...nein, der ist gut! ... Eher der nicht vorhandene Plan für mein Leben in Frankreich. Nachdem die Jury an der Kunsthochschule mein Potential nunmal nicht erkannt hat, benötige ich einen neuen Plan. Die Antwort war schnell gefunden, dann gehe ich eben dort Arbeiten! Job suchen müsste ich in Deutschland ja auch...aber irgendwie ist es eben auch anders merke ich nun mehr und mehr...obwohl ich noch nicht viel dafür gemacht habe. Erstmal alle Energien in die Bachelorabeit stecken, das war der Plan...nur wo ist die Energie?

Erstmal zurück zu den Unsicherheiten. In Deutschland weiß ich zumindest, wie eine Bewerbung ungefähr auszusehen hat...in Frankreich sieht das etwas anders aus..jaja..ich weiß, kann man doch alles im Internet nachschauen...aber dort steht nunmal auch viel Mist und 0/8/15 will ich dann ja auch nicht. - es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als ersteinmal Erfahrungen zu sammeln um dieses Gefühl nicht mehr so extrem zu haben. Nächster Unsicherheitsfaktor, finde ich überhaupt relativ schnell eine Arbeit? - Ich habe schon mit einigen gesprochen und wenn man wirklich will, findet man wohl auch was und Qualifikationen kann ich zumindest auch ein bisschen vorweisen. Also wird schon! Mit Kopfsprung in die Sahne und strammpeln bis sie steif wird. Die nächste Frage schließt sich nahtlos an..wie lange kann mein Puffer mich über Wasser halten? - Keine Ahnung! Versuch macht Kluch..oder wie sagt man so schön?

Also auf den Punkt gebracht, ich habe einfach Angst vor dem, was mich erwartet und ich noch nicht kenne und das lähmt mich! Ich glaube das ist der Grund, warum ich einfach so wenig Elan habe meine Bachelorarbeit zu schreiben. Ich sitzte davor und.... "biiiiiiii.....eeeeee....b.........." Störsignal.

Warum muss der Kopf denn immer so durchdrehen? Da möchte man seinen Horizont erweitern, dass geht nunmal nur, indem man etwas Neues macht und dann ist der größte Wiedersacher der eignene Kopf...

Vielleicht kann man sich mein Gefühl ungefähr so vorstellen, wenn man das erstemal Fallschirm springt. Man sitzt im Flugzeug, ist mit seiner Ausrüstung und dem Geübten Sprungbegleiter gut gesichert. Am Anfang ist Vorfreude und die kribbelnde Nervosität und das Flugzeug steigt in die Höhe..immer höher...und noch höher! Und da soll man nun gleich raus? und noch höher...Das Herz klopft im Hals, die Knie werden gehalten von Wackelpudding...was habe ich noch alles gelernt? Wie muss ich mich verhalten? will ich das wirklich? oh Himmel ist das Hoch! Kopf aus! Kopf aus! und jetzt bloß schnell zur Tür und schnell hinunter, damit das Adrenalin die Angst schnell vertreibt! ... An der Klappe angekommen....Sicherheitscheck der Gurte...und die Höhe wird sichtbar..Sekunden vergehen wie Stunden und der ganze Körper schreit: " ICH BIN NOCH NICHT SO WEIT! ICH WILL DA NOCH NICHT RUNTER!!!!......"

[Ich befinde mich glaube ich gerade genau an diesem Punkt. Mein Sicherheitscheck (Bachelorarbeit) zieht sich und zieht sich und der Anblick der Ferne Lähmt mich.]

Und dann der Absprung "____________________" Leere im Kopf, freier Fall, das Adrenalin schießt in den Körper... uuuUUUUAAAAAAAAAAAA! ........ Und dann ein leichtes Abfedern, der Fallschrim hat uns aufgefangen, die Ausrüstung hat gegriffen! ... Ich lebe! Nur noch die Landung, egal ob sanft oder holprig, das Adrenalin durchstömt immer noch alles. GEIL GEIL GEIL! NOCHMA....L!

Und der Kreislauf beginnt von vorne, Vorbereitung, Einsteigen, Fliegen, Sichern, Springen, Ankommen. Angst? Hatte ich welche? Warum nochmal?...

Stimmt..warum nochmal? Diese Angst hatte ich vor meinem ersten Aufbruch auch (glaube ich) und es ist alles gut gegangen. Für den Moment geht es mir gerade besser, das Schreiben hat geholfen. Der nächste Angstschlag kommt bestimmt, aber immer das Ziel vor Augen haben und dem Adrenalinstoß entgegen Fiebern! Angst ist gut, in Maßen, Panik hingegen nur unnötige Energie Verschwendung! Hier einmal DANKE an  alle die meine Panikschübe abfangen und mir zur kribbeligen Vorfreude helfen!

 

Und nun genug geschrieben für heute, meine Bachelorarbeit will ja auch noch was davon haben! Achja..Fallschrim gesprungen bin ich noch nicht...aber so stelle ich mir das zumindest vor 

Ich hoffe ihr hattet wieder Spaß beim Lesen!

Eure Bea

Ja, es war wohl doch frech...

Dienstag, 21.04.2015

... und der Schlag hat gesessen. Zwar war es kein Knockout, aber es tat ausreichend weh, dass eine taktische Anpassung meiner Strategie folgen wird.

Eigentlich wollte ich gar nicht vor Donnerstag auf die Internetseite schauen, aber Facebook hat die Information (leider) vorher preisgegeben... Auf der veröffentlichten Liste war dann nur ein Name, der mit J anfing...und das war nicht meiner. Bis zum Nachmittag hat mich diese Information dann auch irgendwie gelähmt, aber Wäsche machen und die Sonne haben alles getan, um mich aus dem Tief zu ziehen.

Mental stelle ich mich also auf eine (richtige) Jobsuche ein. Allerdings werde ich auch jetzt meine Energien ersteinmal dazu nutzen, um meine Bachelorarbeit fertigzustellen. Danach werden die Bewerbungsunterlagen auf französisch gepimt und auf geht's in die nächste Runde!

Für weitere taktische Anregungen könnt ihr mir gerne einen Poste hinterlassen

Sonnige Grüße in die Heimat!

 

Eure Bea

War das jetzt frech sich da zu bewerben...

Donnerstag, 16.04.2015

... oder einfach nur die Kunst des Lebens?  (entscheidet selbst und hinterlasst mir einen Post)

Wie ihr ahnen könnt, bin ich trotz der verspäteten Briefmarken eingeladen worden mich bei der Villa Arson vorzustellen. Mal wieder auf den letzten Drücker habe ich meine Sachen gepackt und geregelt was zu regeln war.Nichts ist perfekt, aber alles läuft...irgendwie halt.

Und dann war ja noch die Frage, was genau möchte ich von mir vorstellen. Nicht dass mich der 2 1/2 stündige Test und die dazugehörige Anfertigung von Zeichenproben nicht schon genug stressen... eine Auswahl treffen, welche Werke ich vor einer Jury präsentieren werde ist dann nochmal eine ganz andere Herausvorderung.

In Zusammenarbeit mit meinen Mädels ist dann eine Idee entstanden, welche mich von den anderen abheben könnte. Ein Bild welches sich selbst malt auf dem Weg nach Nizza und so meinen eigenen Weg von Nord Deutschland nach Süd Frankreich representiert. Aber seht selbst, was ich gemacht habe ( auch wenn ich französisch spreche denke ich, dass alle den Sinn verstehen werden ;-) )

Damit und mit einem anderen Werk bin ich also vor die Jury getreten. Aber vorher der Test...Keine Ahnung wie hoch meine Rate der richtigen Antworten war...Oder ob es überhaupt darum ging. Manchmal habeich selbst die Fragen nicht verstanden, nicht wegen der Wörter sonder weil ich den Sinn nicht verstanden habe. Und dann waren da andere wo ich einfach nicht wusste, was vernünftig ist zu schreiben. Auf die Frage über welche Bücher ich gerne reden möchte, habe ich meine Wirtschaftsbücher vorgeschlagen, da dies die letzten waren die ich gelesen habe...aber keine Ahnung ob die Jury auch diese Art von Humor verstanden hat. Die Zeichenproben waren auch eher eine mittlere Katastrophe...aber nun ja, ändern konnte ich dann ja auch nichts mehr daran.

Bei der Vorstellungsrunde war ich dann die letzte, bedeutet, ich musste ganze 4 Stunden warten bis ich an der Reihe war...genügend Zeit um sich verrück zu machen... Ich war ja nur froh, dass mir die französischeArt der Organisation bekannt vorkam. Ansonsten wäre ich wohl mit den wenigen ungenauen Angaben überfordert gewesen. Aber diesmal musste ich nur ein wenig schmunzeln. ;-)

In den 4 Stunden vor meiner Präsentation hatte ich genügend Zeit, mir Dinge von den anderen anzusehen oder selbst ein wenig von den anderen Präsentationen mitzubekommen ( Der Sall zum Präsentieren hatte eine große Fensterfront). ich begann bereits zu ahnen, dass meine Struktur der Präsentation eventuell nicht so gefragt ist.

Nachdem ich also endlich in diesem Raum gerufen wurde, ging es auch schon los. Meine ausschweifende Einleitung und Vorstellung meiner Selbst reduzierte sich auf: Hallo ich bin Bea Janzen aus Norddeutschland." Und los ging der Überfall... " was hast du uns denn mitgebracht?" zeitgleich kamen dann aber noch Fragen zu meinem Lebenslauf (die ich ja eigentlich in meiner Einleitung beantwortet hätte). Ich holte also vorsichtig das erste Bild raus...Spannung... und dann waren alle etwas überrascht, dass es keine Skulptur war. Na gut..sie fanden es ganz gut, bis bemerkt wurde, dass das Bild schon fast 10 Jahre alt ist ( nicht dass ich das nicht in meiner Einleitung erwähnen wollte und in einem Halbsatz beim rausholen gesagt habe, aber mir wollte ja anscheinend keiner richtig zuhören).

Hier meine Bilder: Der Kuss von Rodin, abstrahiert  Le chemin - Der Weg

Das hat sich dann ganz schnell erledigt, mit den Worten: " OK, das ist Vergangenheit, was ist im Jetzt?" - Große Augen und ständig neue Fragen, welche Expositionen ich in Nizza schon gesehen habe, warum ich zur Villa Arson möchte, warum ich jetzt von Wirtschaft auf Kunst wechsel... Bei dem Versuch alle Fragen zu verstehen und einigeermaßen klug zu beantworten ist meine Struktur irgendwo anders abgebogen... Die Reaktion auf mein zweites Bild war mindestens genauso erstaunt, wie auf das erste (ihr wisst ja bereits, wie es aussieht), Es kamen Fragen wie, "sind das Handschuhe?" -Ja. "Müssen die Bälle da so drauf sein?" - Ja (was eine Frage...wenn sie da nicht drauf sein müssten, dann wären sie nicht zu sehen...) Bevor mein Bild nun vollkommen als unbrauchbar dargestellt wurde, habe ich mein Video gezeigt..bzw angefangen zu zeigen...Sie haben dadurch zwar ein bisschen mehr verstanden, geschaut haben sie es aber nicht mal bis zur Hälfte und meine Erklärung (was dem Bild erst die tiefe gibt) wollten sie schon gar nicht hören. Zum Schluss wurde noch gefragt, welcher Künstler mein Vorbild sei..die Frage hat mich etwas kalt erwischt.. so im nachhinein sind mir schon viele tolle Antworten eingefallen.... In dem Moment habe ich mit Dali geantwortet. Es stimmt, ich mag Dali sehr gerne und er ist sehr inspirierend...aber einer der Profs hat ganz gut erkannt, dass keines meiner Bilder an ihn erinnert und ich mich auch eher mal an einen Rodin gefagt habe. Das war ein Todschlagargument und ich wusste nicht mehr was ich sagen sollte... und dann wurde mir noch ein schöner Rest Tag gewünscht...

Nicht dass ihr das falsch versteht, die waren alle nett und waren auch interessiert an dem was ich mache..nur irgendwie konnte ich das unter dem Zeitdruck und auf einer anderen Sprache nicht vermittelt (glaub ich zumindest). Und wieder hatte ich eine erfahrung mehr, die mir zeigte, dass in Frankreich nicht alles wie in Deutschland ist...

Dies waren jetzt alles meine Eindrücke, ich habe weder ein Ergebnis noch ein Feedback bekommen, jetzt heißt es also warten bis die genommenen Kadidaten ab Ende nächster Woche auf der Homepage veröffentlicht werden.

 

Solange genieße ich halt das schöne Wetter hier und versuche meine Bachelorarbeit fertig zu bekommen.

Ganz Liebe Grüße,

eure Bea

 

 

Ich glaub es geht schon wieder los...

Dienstag, 10.03.2015

... das kann doch wohl nicht wahr sein!..

Und ob das wahr sein kann!

Wie bereits einige von euch wissen, werde ich ein weiteres Mal nach Nizza zum Studieren gehen. Nachdem ich mein Sicherheitsnetz der Wirtschaft dieses Jahr mit dem Bachelor abschließend gespannt habe, wird sich mein neues Vorhaben in Richtung Kunst bewegen. Wer schauen möchte, wo genau ich mich bewerbe, folge dem Link ( http://www.villa-arson.org/ ), aber auch Gebrüder Google wissen einiges über diesen Ort.

Auch bei diesem Abenteuer werde ich versuchen euch auf dem Laufenden zu halten und Hoch- und Tiefpunkte mit euch teilen sowie die eine oder andere witzige Anekdote nicht vorenthalten.

Bis zum 16.03.15 habe ich nun noch Zeit mich zu bewerben und meine Unterlagen abzuschicken. Eigentlich ist alles soweit vorbereitet...bis auf die Tatsache, dass ich Briefmarken für die Rücksendung beilegen muss... International versteht sich. Diese kann man leider nicht direkt in den Postfilialen kaufen, es handelt sich um spezielle Coupons, da der Brief ja aus Frankreich zurück nach Deutschland geschickt werden soll. Im Internet kosten die Dinger ganze 2€, was ich schonmal nicht ganz nachvollziehen kann, da internationale Briefmarken um die 0,80€ kosten. Aber der Oberhammer ist eigentlich, dass hierfür 2,95€ Porto berechnet wird. Kann mir das einer erklären???? Finde ich eine Unverschämtheit. Da ich nun 2 benötige, wäre ich auf 6,95€ gekommen... Da lasse ich mir doch lieber einfach 2 französische, internationale Marken aus Frankreich schicken...das kostet dann etwa 2,40€ also weniger als die Hälfte...und genau auf diese warte ich in diesem Moment, in der Hoffnung, dass sie heute im Postkasten sind.

Damit ihr wisst wie's weiter geht, speichert euch den Link unter Favoriten und verfolgt meine Abenteuer regelmäßig!

Bis auf Weiteres,

eure Bea :-)

Das richtige Maß zwischen Effizienz und Effektivität und die ständige Gefahr der völligen Unproduktivität...

Sonntag, 30.03.2014

... auf der ständigen Suche nach meiner inneren Ausgeglichenheit und einer angemessenen Stressbewältigung.

Es ist schon wieder einige Zeit her, dass ihr etwas von mir gehört habt. Zeit euch auf den neuesten Stand zu bringen. ;-)

Ich befinde mich derzeit schon mitten im zweiten Semester, nachdem das erste schon so schnell vorrüber gegangen ist, rasst das zweite förmlich in Lichtgeschwindigkeit. Aber bevor ich mit dem zweiten Semester anfange erstmal das Ende oder besser Zwischenergebnis vom ersten.

Meine Noten habe ich erst nach allen anderen aus meiner Klasse erfahren, da das "Diskutieren" der Endnoten von den Erasmusstudenten als letztes an der Reihe ist. Mein "Erasmus-Bonus" hat mir allerdings nicht allzuviel gebracht. Zwar weiß ich nicht, wo die Augen schon überall zugedrückt wurden, aber den Durchschnitt 10 von 20 Punkten habe ich knapp nicht erreicht und da ich in zu vielen Fächern eher schlecht war ( Englisch hat zum ersten mal meinen Schnitt nach oben gezogen ), muss ich in 4 Kursen in die Wiederholung Ende Juni. Allerdings habe ich jetzt erfahren, dass es anscheinend die Möglichkeit gibt das erste Semester mit dem zweiten auszugleichen. Noch habe ich das zwar nicht von einer öffentlichen Quellen, aber erstmal reinhauen und den Motivationsschub nutzen, kann ja nie schaden. Und selbst wenn ich die Kurse doch wiederholen muss, es gibt glaube ich wirklich schlimmeres als den Sommer an der Côte d'Azur zu verbringen ( Ich kann ja nicht immer nur lernen, falls ihr wisst was ich meine ;-) ).

 

Wie ich im letzten Blog schon erwähnt habe, ging das zweite Semester ohne Semesterferien gleich weiter...und was soll ich sagen...sie fehlen mir immer noch!!! Aber nun gut, das Ziel ist ja nun definiert, mit dem zweiten Semester das erste ausgleichen, also Effektivität und Effizienz (mehr als) verdoppeln. Dass das Finden des richtigen Grades nicht nur bei Gruppenarbeiten schwierig ist, davon später mehr. Erst einmal die positiven Dingen hervorheben. Im zweiten Semester kann ich zumindest gleich von anfang an den Vorlesungen folgen, auch wenn ich nicht immer alles gleich auf Anhieb verstehe, kann ich zumindest sagen worüber gerade gesprochen wird. An das drei Stunden Diktat in manchen Vorlesungen habe ich mich zwar immer noch nicht gewöhnt, mit PC kann man aber eindeutig besser mitschreiben als von Hand UND ich bekomme zum Glück auch dieses Semester wieder die guten Mitschriften von einem Studienkollegen. Was die Entscheidung zur An- oder Abwesenheit doch deutlich erleichtert. Die reine (vorgesehene) Anwesenheitszeit in der Uni beträgt übrigens 30,5 Stunden, was ein Wiederholen des Kursstoffes innerhalb der Woche unmöglich macht, da man auch noch Hausaufgaben in einigen Fächern zu erledigen hat. Ich bin jetzt nur noch bei den Kursen anwesend, die ich wirklich interessant finde, bei denen ich auch was mitnehmen kann während der Vorlesung und bei den anwesenheitspflichtigen Kursen.

Eines wusste ich schon vor meinem Auslandsaufenthalt, das wirklich nachhaltige am studieren ist zu lernen wichtig von unwichtig zu unterscheiden und dabei Prioritäten zu setzten...was ist wichtig, was nützlich, was brauche ich nur für Klausuren und was schaue brauche ich nicht und wo lerne ich "auf Lücke"...

Hier in Frankreich ist das nochmal um einiges schwieriger...fremde Sprache, dementsprechend höherer Aufwand....andere Lernkultur, da stellen sich gleich mehrere Fragen, wie entscheide ich was wichtig ist und wie weiß ich, wo ich meine Prioritäten setzen muss?Alles lernen?(zur vollkommenen Zufriedenheit ⇒ Unmöglich!)

Wann sind nun aber die Dinge effektiv und ab wann effizient?

Effektivität ⇒ Die richtigen Dinge tun        Effizienz ⇒ Die Dinge richtig tun

Und wer nun denkt, kenne ich irgendwie...war das nicht..... richtig! in der Buchhaltungsvorlesung, lasst sich aber auch wunderbar auf das eigene Leben übertragen, mit Kosten/Leistungsverhältnis und den dazugehörigen Opportunitätskosten und so.

Auch dieses Semester gibt es wieder Gruppenarbeiten, diese sind aber zum Glück nicht so ausschlaggebend wie die im letzten Semester, dafür aber nicht weniger nervenaufreibend. Mittlerweile verstehe ich ja nun meistens, was wir zu tun haben und auch an Diskussionen innerhalb der Gruppe kann ich mich beteiligen. Anscheinend habe ich aber einen Stempel auf der Stirn, auf dem irgendetwas steht wie " Kann nichts, versteht nichts, muss nicht ernst genommen werden". naja, nicht aufgeben, solange erfreue ich mich daran sagen zu können: genau das habe ich euch vor einer halben Stunde schon versucht zu erklären. Zumindest in Englisch konnte ich das ändern, da habe ich nämlich die sprachliche Überhand. :-D

Aber nicht nur über diese Ignoranz kann man sich aufregen, nein, manchmal wird stundenlang über Kleinigkeiten diskutiert ( z.B. welche Hintergrundfolie bei der Powerpoint benuzt wird, wo nur der Inhalt für den Dozenten wichtig ist und wir nur 20 Minuten zeit haben.). Oder der stumpfe Gegensatz, dass man Wikipedia nicht als Quelle nutzen darf (stimmt zwar in manchen Punkten, aber..) aber gleichzeitig kopieren/einfügen von irgendwelchen Seiten ohne Quellenangaben praktiziert. Alles zwar irgendwie zumeist effektiv, aber soooo gar nicht efifizient!!! Und als i-Punkt kommt manchmal die vollkommene Uneffektivität in Form von einer Disskusion über die unmöglichen Klausurtermine wärend der Bearbeitungszeit einer Gruppenaufgabe mit anschließender Disskusionsrunde in einer vorgegebenen Zeit.

Aber dies sind nun alles Dinge, die nicht Siegentscheident sind sondern einfach nur an den Nerven zerren und man aufpassen muss, dass man nicht zu viel Energie beim aufregen verliert.

 

Aber diese Probleme habe ich ja nicht, wenn ich die Dinge selber lerne.....oder etwa doch?

Ich habe zwar nun die Kurse aussortiert, in denen ich eh nicht viel verstehe und vor lauter Langeweile irgendwann anfange etwas anderes zu machen, der Haufen von dem Zeug was in meinen Kopf rein soll, wird dadurch aber ja nun nicht kleiner. Also erstmal alle Mitschriften ausdrucken, damit man auch an schönen Orten lernen kann ( und davon gibt es hier sehr viele). Solange es nur um das reine lesen und Text verstehen geht, klappt diese Taktik auch recht gut. Einige verstehe ich alleine gut, bei anderen benötige ich noch Hilfe ( Vorallem die Rechts-Kurse machen mir zu schaffen und benötigen super viel Zeit). Aber durch das einfach lesen ist das ja noch lange nicht in meinem Kopf.... um das ganze in eine geeignete Struktur für meinen Kopf zu bringen muss ich mir allerdings ersteinmal einen Ort suchen, in dem die Athmosphäre stimmt und an dem es Strom und am besten Internet gibt. Derzeit befinde ich mich noch auf Ortssuche, gehe aber stark davon aus, bald fündig zu werden. Wärend dessen versuche ich, meine Aufgaben aus den Gruppenarbeiten und die Hausaufgaben zu meiner und aller anderer Zufriedenheit zu erledigen.

... und so rennt die Zeit weiter mit der ständigen Frage, wie genau muss ich das machen, wie erkenne ich möglichst schnell wichtig von unwichtig und wie bleibt das ganze bis zu den Prüfungen in meinem Kopf?Und wenn die Dinge einfach mal wieder zu viel werden mündet die Frage nach Effektivität und Effizienz in gegensätzliche Unproduktivität mit einem Bier am Strand, dem Sonnenuntergang entgegen und der Erkenntnis: Morgen ist auch noch ein Tag.

 

Und da ich nicht 24 Stunden am studiern bin, zum Abschluss für euch noch einige Bilder. :-)

In den letzten zwei Monaten ist nämlich auch einiges anderes passiert...Besuch von Lina und Arne, Karneval, die ein oder andere Fete.... aber seht selbst!

Bis zum nächsten,

eure Bea

 

Eröffnungsfeier Karneval Eröffnungsfeier Karneval - Ankommen von König und Königin Lichterumzug und Lina mittendrin :-P Lichterumzug Wer erkennt die Kanzlerin? Karnevalsumzug Lichterspektakel auf dem Wasserspiegel im neuen Park Sonnenuntergang :-) Barrathon mit den Mädels Der Frühling ist auf jedenfall schon da! hach...*seufts* ....ohne Worte ;-)

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